Rechtsanwalt Florian Giese | Ermittlungsverfahren 230 Js 413/10 Sta Stuttgart
Beate 19. Oktober 2010
Heute mal in eigener Sache!
Soeben habe ich meine E-Mail gecheckt und eine E-Mail eines Rechtsanwaltes Florian Giese vorgefunden, der mir vorwirft, illegal Musik runter geladen zu haben und dass die Firma Videorama in Essen mich verklagt, wenn ich nicht 100 Euro bezahle.
Ich poste den Wortlaut mal:
Am 19.10.2010 09:39, schrieb Rechtsanwalt Florian Giese:
Guten Tag,
in obiger Angelegenheit zeigen wir die anwaltliche Vertretung und Interessenwahrung der Firma Videorama GmbH,
Munchener Str. 63, 45145 Essen, an.Gegenstand unserer Beauftragung ist eine von Ihrem Internetanschluss aus im sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerk
begangene Urheberrechtsverletzung an Werken unseres Mandanten. Unser Mandant ist Inhaber der ausschliesslichen
Nutzungs- und Verwertungsrechte im Sinne der §§ 15ff UrhG bzw. § 31 UrhG an diesen Werken, bei denen es sich um
geschutzte Werke nach § 2 Abs 1 Nr. 1 UrhG handelt.Durch das Herunterladen urherberrechtlich geschutzer Werke haben sie sich laut § 106 Abs 1 UrhG i.V. mit
§§ 15,17,19 Abs. 2 pp UrhG nachweislich strafbar gemacht.
Bei ihrem Internetanschluss sind mehrere Downloads von musikalischen Werken dokumentiert worden.Aufgrund dieser Daten wurde bei der zustandigen Staatsanwaltschaft am Firmensitz unseres Mandanten Strafanzeige
gegen Sie gestellt.Aktenzeichen: 230 Js 413/10 Sta Stuttgart
Ihre IP Adresse zum Tatzeitpunkt: 84.190.31.155
Illegal heruntergeladene musikalische Stucke (mp3): 13
Illegal hochgeladene musikalische Stucke (mp3): 21
Wie Sie vielleicht schon aus den Medien mitbekommen haben, werden heutzutage Urheberrechtverletzungen
erfolgreich vor Gerichten verteidigt, was in der Regel zu einer hohen Geldstrafe sowie Gerichtskosten fuhrt.
Link: Urheberrecht: Magdeburger muss 3000 Euro Schadensersatz zahlenGenau aus diesem Grund unterbreitet unsere Kanzlei ihnen nun folgendes Angebot:
Um weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und anderen offiziellen Unannehmlichkeiten wie Hausdurchsuchungen,
Gerichtsterminen aus dem Weg zu gehen, gestatten wir ihnen den Schadensersatzanspruch unseres Mandanten
aussergerichtlich zu loesen.
Wir bitten Sie deshalb den Schadensersatzanspruch von 100 Euro bis zum 22.10.2010 sicher und unkompliziert
mit einer UKASH-Karte zu bezahlen. Eine Ukash ist die sicherste Bezahlmethode im Internet und
fur Jedermann anonym an Tankstellen, Kiosken etc. zu erwerben.
Weitere Informationen zum Ukash-Verfahren erhalten Sie unter: http://www.ukash.com/de
Senden Sie uns den 19-stelligen Pin-Code der 100 Euro Ukash an folgende E-Mailadresse videorama@rechtsanwalt-giese.info* alternativ konnen Sie auch mit Paysafecard zahlen
Link: http://www.paysafecard.com/deGeben Sie bei Ihre Zahlung bitte ihr Aktenzeichen an!
Sollten sie diesen Bezahlvorgang ablehnen bzw. wir bis zur angesetzten Frist keinen 19- stelligen
Ukash PIN-Code im Wert von 100 Euro erhalten haben(oder gleichwertiges Paysafecard Coupon), wird der Schadensersatzanspruch offiziell
aufrecht erhalten und das Ermittlungsverfahren mit allen Konsequenzen wird eingeleitet. Sie erhaltendieses Schreiben daraufhin nochmals auf dem normalen Postweg.
Hochachtungsvoll,
Rechtsanwalt Florian Giese
Nun, ich war kurz stutzig, denn Musik lade ich nie runter – ich bin noch so altmodisch und kaufe mir die CD’s und warum sollte mich ein Videoladen deswegen verklagen wollen? Und warum kann der Rechtsanwalt keine Umlaute schreiben? In einer deutschen Kanzlei sollte man doch wohl eine Tastatur mit Umlauten benutzen oder sich wenigstens die Mühe machen, ue ua uo usw zu tippen.
Ich habe kurz Google nach Florian Giese gefragt und bekam sofort viele Hinweise, dass dies eine gut gemachte Spam-Email ist.
Wenn Ihr also diese E-Mail auch bekommt: ab in den Spam-Ordner damit!







Juhu, diese Mail hab ich auch gerade bekommen. Seltsam dass man dafür nur ein Aktenzeichen übrig hat
) Hoffentlich weiß der Herr Giese, dass dafür sein Name und seine Mailadresse missbraucht wird.
cu
R.
Der gute Herr Giese distanziert sich heftigst von diesen E-Mails. Nen irreparablen Image-Schaden hat er (und die Firma Videorama) auf jeden Fall dadurch.
Mich hat die Email auch gerade erreicht..
Per EMAIL (!) melden sich Rechtsanwälte und Staatsanwaltschaft allerdings ganz sicher NICHT!
Also einfach ignorieren, oder – wer viel Zeit hat – eine Strafanzeige stellen!
Hallo zusammen..habe auch grad diesen scheiß bekommen…hoffe das ist nur verarsche…ich hab noch nie lieder rundergeladen
Ich habe auch gerade diese Mail erhalten und das Amtsgericht in Stuttgart angerufen. Mir wurde dort mitgeteilt, es handelt sich um einen Spam ich kann gerne Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten.
Echt gerissen, was sich die Leute so einfallen lassen.
Hab ich auch gerade bekommen.
Klingt schon erst mal eindrucksvoll.
Einen Vorteil hat das Ganze, ich habe dieses Forum gefunden.
Dass sich Rechtsanwälte nicht per Email melden stimmt übrigens nicht ganz.
Habe ich schon erlebt, nur dass der Abmahnungsversuch dann auch noch per Post kam.
Mich hat diese Nachricht auch gerade erreicht. Sauerei solche Abzocke. Hoffe das die Gauner recht schnell gefasst werden. Ich lade Lieder nur bei musicload legal und gegen Gebühr runter. ansonsten lade ich nichts runter.
Hallo zusammen,
ich habe diese EMail gleich viermal bekommen, mit unterschiedlichen Betreff, aber Inhalt jedesmal gleich. Der arme Herr Giese, sendet die Androhung eines Strafverfahrens gleich 4-mal mit unterschiedlichem Betreff raus und das auch noch zu nachtschlafender Zeit. (18.10. 23:48, 19.10. 00:04, 01:05 und 11:43)
Abgesehen davon stimmt die IP-Adresse nicht (kommt aus einem ADSL-Topf der Telekom, wir nutzen hier SDSL über einen lokalen Provider mit ganz anderem IP-Range und dann auch noch eine fester IP)
Und das sich ein Anwalt über Online-Bezahlsystem Geld auf ein Anderkonto zieht, ist auch eher unwahrscheinlich. Schon allein der Nachweis einer solchen Zahlung fällt schwer
)
Fazit: ab in den Spameimer.
Gruß
Rainer
Super, also bin ich nicht die einzige … das ist aber auch echt nervig!
Ich lade eh nix runter, also kann ich es schon mal nicht gewesen sein, aber erstmal hab ich schon gestutzt. Dann hab ich gleich mal Tante Google gefragt und bin hier gelandet.
Fantastisch ist natürlich, dass es diese Plattformen gibt, auf denen man sich austauschen kann, so stellt man auch fest das wir alle die gleichen Vergehen mit den gleichen IP-Adressen begangen haben.
Yahoo hat es gleich in den Spam-Mails verstaut, das musst ich nicht mal selbst machen!
Gruß Diana
Es geht weiter mit einem RA Olaf Kaltbrenner:
http://www.ratgeberrecht.eu/internet-aktuell/gefaelschte-abmahnungen-durch-rechtsanwalt-olaf-kaltbrenner.html