Zum Arzt in Australien

7. Oktober 2010

Ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen!

Das liegt allerdings nicht an meiner Faulheit, sondern daran, dass ich ziemlich “flat out” bin mit Arbeit und dem Schreiben meiner Bachelor-Arbeit.

Meine Firma in Deutschland nimmt langsam Form an und mein Team und ich sind positiv gestimmt, dass wir im November mit unserer online Geschäftsidee launchen werden. Bis dahin hüllen wir uns aber noch in Schweigen…

Aber nun komme ich mal zum Thema: meinem ersten Arztbesuch in Australien. Beim Rad fahren neulich bin ich von der Pedale abgerutscht und habe mir diese ordentlich ans Schienbein gehauen. Als die Schwellung nach nem Monat immer noch nicht weg war, habe ich mir einen Arzttermin in einer Gemeinschaftspraxis in der Nähe geholt.

Das ganze läuft so ab, dass man hingeht (oder anruft) und nach einem Termin fragt. Als Australischer Bürger hat man eine Medicare-Card, die man beim Termin vorlegt. Als Reisender hat man dafür hoffentlich eine Reisekrankenversicherung.

Nach der Sitzung beim Arzt geht man dann an den Tresen und bezahlt. Eine Sitzung beim Arzt dauert ca. 15 min und kostet um die 70 Dollar. Je nachdem, was noch dazukommt, wirds dann natürlich teurer. Australier strecken den Rechnungsbetrag vor und bekommen einen Prozentanteil zurück. Ich habe mitgelauscht, dass eine Dame 80 Dollar bezahlt hat und 66 Dollar zurück bekommt.

Ich habe für meine Sitzung 85 Dollar bezahlt. Meine Reisekrankenversicherung habe ich bei der HanseMerkur. Die bieten auf ihrer Website auch gleich passende Rückforderungs-Formulare an. Bis jetzt habe ich allerdings noch nichts von der HM gehört und hoffe, dass die sich nicht quer stellen!

Das Gesundheitssystem ist in Australien also ein wenig anders. Brillen und der Zahnarztbesuch werden kaum subventioniert und so haben viele Menschen eine Zusatzversicherung für diese Bereiche.

In einem anderen Blog habe ich gelesen, dass viele Deutsche die australischen Ärzte als arrogant empfinden. Dies kann ich soweit nicht bestätigen. Ich empfand die zwei Ärzte, die ich bisher gesehen habe, als sehr freundlich und bemüht. Die haben mich nicht so abgespeist wie ich es von Ärzten in Deutschland gewöhnt bin.

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